Der "Hot Spunk" (Turbinenpibros)

Artikel verfasst von Andreas Markovic

Infos zum Bau:



Material: Depron, Selitron, oder ähnliches...
Klebstoff: UHU-Sprühkleber, Gewebeklebeband oder Malergrep,
2 - Komponentenkleber (z.B. 5min-Epoxid-Harz)
Werkzeug: Cuttermesser oder Skalpell, langes Lineal, Winkelmesser
Bauzeit: ca. 7 - 10 Stunden
Schwierigkeit: Profi da ohne konkrete Anleitung



Ich hatte bei mir zu Hause noch ein 90er-E-Impeller + BilligMotor + 8xRC2000 herumliegen und beschloss mir einen "low-cost" EDF-Flieger aus 6mm-Untertapete (nennt sich Sapron, gibt´s im Bauhaus) zuzuschneiden und den E-Impeller (in einer Triebwerksgondel) einfach oben zu montieren.

Das Zuschneiden der Pibros-Teile und das Zusammenkleben war schnell erledigt. Schon etwas mehr Arbeit bereitete mir die Triebwerksgondel. Diese "schnitze" ich mittels "Heißer Säge" aus Styropor. Danach wurde verschliffen, verkittet und mit Japan-Papier/Weißleim überzogen und abschließend mit Revell-Farbe bepinselt. Innen wurde sie noch mit braunem Paketklebeband "geglättet". Den Abströmkonus wickelte ich aus Kohle auf einem Styrodur-Positiv mittels "Kondom-Technik". Nachdem ich dann noch die RC-Anlage (2x13mm-Servos, Pico4/5) und den "Akkuschacht" eingebaut hatte ging´s raus auf´s Flugfeld.

Nach einigen Gleitwürfen als Seglerversion (Schwerpunktüberprüfung, Ruderausschläge) schnallte ich dann die "Turbine" und das Akkupack drauf. Leider hatte dann beim Motortest der Aeronaut-TurboFan1000-Rotor Feindberührung mit einem angesaugten Stromkabel und explodierte!

Also eingepackt, nach Hause gefahren und schnell einen WeMoTec-MidiFan-Rotor montiert. Voller Erwartungen fuhr ich gleich wieder raus zu unserem Fluggelände.

Jetzt kam der Moment: Handstart, leichtes Durchsacken, dann aber schöner Steigflug - Juhu das Ding fliegt - tolles Flugbild, keine "Lastwechselreaktionen" beim "Gasgeben", ruhig und weich zu fliegen dennoch recht flott unterwegs...

Mittlerweile habe ich nun schon ein Dutzend Flüge damit hinter mir - das Ding macht einfach Spaß - so wie letztlich: Als ich nach der Landung die Akku´s am Boden leeren wollte bemerkte ich das der Flieger auf der hartgefrorenen Schneedecke ganz schön Fahrt aufnahm - also gegen den Wind ausgerichtet und "Gas" gegeben - nach einigen Metern dann leicht gezogen und up´s schon war er wieder in der Luft - Hurra, mein erster Bodenstart - eine Platzrunde ist sich dann noch ausgegangen...

Mittlerweile baute ich bereits die zweite Version "Hot Spunk II", gleiches Aussehen und gleiche Abmessungen – konnte ihn jedoch um 200g "abspecken". Die Werte in Klammer gelten für die zweite Version – der Erstflug steht aber noch aus...

Eckdaten "Hot Spunk (Hot Spunk II)":

- Pibros, 6mm (4mm) Sapron, SPW 1250mm, doppeltes Seitenleitwerk
- Abfluggewicht 1480g (1280g)
- Flächenbelastung 30g/dm2 (26g/dm2)
- Gewicht/Schub = 2/1 (1,8/1)
- TurboFan1000 mit MidiFan-Rotor, Triebwerksgondel, huckepack montiert
- LRP Zenit JetStar 550-8BB (2x21 turns)
- slim35be im Abströmkonus
- 8 x RC2000 (8 x Panasonic 1800 EX)
- 83%ige Düse von Aring
- Flugzeit 5 Min.

 

Fazit: die 200g weniger machen sich in einer weitaus besseren Steigleistung bemerkbar, 30 Grad nach dem Bodenstart sind kein Problem, insgesamt beim "Anstechen" etwas schneller als der "Hot Spunk I"

 

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